Raffelsbrand
Warum hat Raffelsbrand eine Zukunft?
Der Anfang
Der Ortsteil Raffelsbrand wurde erst im Jahre 1950 geplant und in den Jahren 1952/1953 besiedelt. Grund der Überlegungen war es, die schwer kriegsgeschädigten Forstgebiete wieder nutzbar zu machen und heimatvertriebenen Landwirten, durch den Truppenübungsplatz Vogelsang (heute Nationalpark Eifel) verdrängten Landwirten und heimischen Landwirten die Möglichkeit eines Neuanfangs zu bieten. Zu diesem Zweck wurden 31 Vollbauernstellen mit je 15 ha Land und 4 Nebenerwerbsstellen mit je 1,4 ha sowie eine Volksschule mit Lehrerwohnung gebaut.
Etwa ein Drittel der Hofstellen konnte für die Vertriebenen aus den ehemaligen Ostgebieten bereitgestellt werden. Hierher kam nur derjenige, der bereit war unter widrigsten Umständen einen kompletten Neuanfang zu wagen.
Zu Beginn starteten alle Bewohner mit den gleichen geringen Voraussetzungen in nahezu gleichen Gebäuden. Alle hatten das gleiche Ziel: auskömmliche Landwirtschaft als Beruf und Berufung zu betreiben.
Hierdurch wurde vor allem die Gemeinschaft aller Familienbetriebe geprägt. Die Hilfe untereinander begann sehr früh und ist bis heute lebendig. In vielen modernen Sozialprojekten angestrebt, in Raffelsbrand schon lange praktizierte Wirklichkeit, ist das Leben und Arbeiten mehrerer Generationen unter einem Dach.
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